Steilpass zum Erfolg

27.07.2018

Alexander Ecker hat seine Fußballschuhe bereits 2016 an den Nagel gehängt. Beruflich ist er über den Siegerländer Weg aber am Ball geblieben und wurde jetzt zum Geschäftsführer der HerkulesGroup Services GmbH befördert.


Was für ein steiler Weg! Neben dem sportlichen Aufstieg des 1. FC Kaan-Marienborn in die Regionalliga feierte auch Alexander Ecker einen bemerkenswerten beruflichen Aufstieg: Über den Siegerländer Weg hat es der ehemalige Spieler zum Geschäftsführer der HerkulesGroup Services GmbH geschafft.

 

Trainee, Assistent der Geschäftsführung, Fortbildung zum Executive Master of Business Administration, Leiter der Abteilung Kontrakt und Versand,  jetzt Geschäftsführer – die Karriereleiter, die der ehemalige Mittelfeldspieler über den Siegerländer Weg erklommen hat, kann sich sehen lassen.

 

Die Tugenden, die der 35-jährige für diesen Aufstieg aufgeboten hat, unterscheiden sich für Ecker kaum von den Eigenschaften, die den Spielern auch auf dem Fußballplatz abverlangt werden: „Natürlich muss die fachliche Basis stimmen, aber daneben benötigt man Eigenschaften wie Belastbarkeit, Disziplin, Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft. Außerdem sollte man im Büro und auf dem Feld eine ausgeprägte soziale Kompetenzen haben, um mit den Mitarbeitern oder Mitspielern gut auszukommen.“

 

Verantwortung zu übernehmen, war er ohnehin schon längst gewohnt; den Posten des Geschäftsführers hat er sich erarbeitet und dabei eine gute Vorbereitung genossen: „Es war natürlich sehr hilfreich, dass ich in meiner früheren Funktion als Assistent der Geschäftsführung schon einen genauen Einblick erhalten habe und in viele Abläufe involviert war. Das war eine sehr lehrreiche Zeit.“

 

Aufgrund der ungeplanten Abwesenheit seines Vorgängers wuchs Alexander Ecker schon in den vergangenen Monaten in seinen neuen Aufgabenbereich hinein: „Ich habe in letzter Zeit die Gelegenheit erhalten, schon einige Aufgaben zu übernehmen. Daher war das Aufgabengebiet für mich nicht mehr ganz neu, wenngleich ich vorher eher abteilungsspezifische Aufgaben betreut habe und mich nun eher mit globaleren Fragen beschäftige. Hinzugekommen ist der Bereich Betriebswirtschaft, sprich Fragen der Finanzen.“

 

Mit viel weniger Problemen behaftet als zunächst angenommen verlief für den ehemaligen Mittelfeldmotor der Käner der Ausstieg aus dem Fußballerleben vor zwei Jahren: „Ehrlicherweise hätte ich es mir schwieriger vorgestellt. Weil ich aber mit einem sportlichen Erfolgserlebnis, nämlich dem Aufstieg in die Oberliga Westfalen, gegangen bin und es wichtig finde, den richtigen Zeitpunkt für den Absprung zu erwischen, war die Umstellung gar nicht so schwierig. Natürlich vermisse ich die Jungs und die Gespräche in der Kabine, aber wenn die 19-jährigen Burschen im Training einfach viel schneller sind, dann muss man auch erkennen, dass die Zeit reif ist. Ich habe meine Bälle gespielt.“

 

Apropos reife Zeit – dass die Zeit des Aufstieges des 1. FC Kaan-Marienborn in die Regionalliga schon gekommen ist, hat auch Alexander Ecker etwas überrascht: „Ich hätte nicht gedacht, dass die Mannschaft das ohne mich nochmal packt mit dem Aufstieg“, witzelt er, fügt dann aber ernst hinzu: „Ich kann nur vor der Mannschaft und dem ganzen Team meinen Hut vor dieser Leistung ziehen.“

 

Verfolgt hat er die Aufstiegssaison natürlich und seinen Ex-Mitspielern bei einigen Heimspielen auch vor Ort die Daumen gedrückt: „Ich weiß, wie gut das Trainer- und Funktionsteam arbeitet und kenne auch den Ehrgeiz, der die Mannschaft umgibt. Deshalb halte ich es durchaus für möglich, dass die Mannschaft auch in der Regionalliga über den von außen auferlegten Erwartungen spielen und den Klassenerhalt packen kann.“

 

Ganz hat Ecker die Leidenschaft für den Ball aber auch privat nicht verlassen: „Ich spiele in meiner Freizeit sehr gerne Tennis und gehe Laufen. Beim Golfen hat mir mein ehemaliger Mitspieler Marius Jung aber noch einiges voraus“, verrät er.

 

Vorausschauend und auch auf die Zeit nach dem sportlichen Karriereende bedacht hat sich Alexander Ecker damals für den Siegerländer Weg entschieden, eine Entscheidung, die er zu keinem Zeitpunkt bereut hat: „Es hat sich immer alles weiterentwickelt. Es kann sein, dass meine berufliche Entwicklung in anderen Unternehmen vielleicht nicht so schnell vorangeschritten wäre. Mir ist diese Verknüpfung vom Job mit dem höherklassigen Fußball absolut zugutegekommen. Ich habe in Kaan-Marienborn sieben Jahre auf hohem Niveau Fußball spielen können. Das wäre in einer anderen Konstellation nicht möglich gewesen, wenn ich mich dort auch für die Karriere entschieden hätte. Das Konzept funktioniert und alle profitieren – der Verein, die Unternehmen und die Mitarbeiter.“

 

Wir wünschen Alexander Ecker alles Gute auf seinem weiteren beruflichen und privaten Weg!

  

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