Sportliche und berufliche Steuerungsprozesse

08.05.2018

André Schilamow ist auf dem Platz für den 1. FC Kaan-Marienborn mit dafür verantwortlich, die Offensivaktionen zu steuern. Bei der HerkulesGroup Services ist der 28-jährige unter anderem für das Controlling und die Betreuung der weltweiten Niederlassungen zuständig.

 

DSW: Hallo André, Du bist in der HerkulesGroup als Interner Revisor angestellt. Viele Menschen können sich unter diesem Fachbegriff sicher nicht viel vorstellen. Klär uns doch mal bitte auf. Was machst Du in diesem Berufsbild genau und welchen Aufgaben gehst Du in der Arbeitswoche nach?

 

Schilamow: Grundsätzlich überwacht und betreut ein Interner Revisor die Betriebsprozesse. Ich vollziehe unter der Woche nach, ob die Prozesse in unseren weltweiten Niederlassungen ordnungsgemäß und regeltreu ablaufen, indem ich auch vereinzelte Prüfungen durchführe. Dort ziehe ich einen Vergleich zwischen dem Soll- und dem Ist-Zustand.

 

DSW: Das klingt nach einem sehr verantwortungsvollen Job, bei dem man auch mathematisch sehr fit im Kopf sein muss?

 

Schilamow: Ja, das stimmt. Neben Jahresabschlussarbeiten für die Repräsentanzen führe ich auch Ergebnis- und Provisionsrechnungen durch.

 

DSW: Für ein solch komplexes Aufgabenfeld braucht man natürlich eine entsprechende Vorbildung. Du hast nach Deiner Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann noch ein Fernstudium zum Betriebswirt absolviert. Was waren aus Deiner Sicht die Vorteile dieser Entscheidung?

 

Schilamow: Der Vorteil eines Fernstudiums liegt natürlich darin, die Anwesenheitszeit an der Uni oder an der Abendschule zu umgehen. Dieser Weg war die einzige Möglichkeit, um eine Fortbildung neben dem Vollzeitjob und dem Fußball zu beschreiten.

 

DSW: Das muss für Dich eine ziemlich fordernde Zeit gewesen sein. Welche Hürden musstest Du konkret überwinden?

 

Schilamow: Wegen der dreifachen Belastung war es schon gelegentlich schwer, die Zeit und Motivation zum Lernen zu finden, aber ich habe das Studium gemeinsam mit drei Freunden absolviert und wir haben uns dann gemeinschaftlich aus diesen Phasen herausgeholfen.

 

DSW: Gutes Teamwork! Würdest Du rückblickend wieder die gleiche Entscheidung treffen?

 

Schilamow: Während des Studiums hätte ich wahrscheinlich nein gesagt, aber im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich den Betriebswirt trotz der stressigen Zeit gemacht habe. Es hat sich gelohnt.

 

DSW: Lohnen könnte sich für Euch auf dem Fußballplatz auch der Aufwand, den ihr in diesem Jahr betreibt. Was ist aus Deiner Sicht das Erfolgsrezept?

 

Schilamow: Wir haben eine absolut eingeschworene Mannschaft und das ist für mich am Ende auch der Schlüssel zum Erfolg.

 

DSW: Du bist seit der Saison 2015/16 ein Teil des 1. FC Kaan-Marienborn. Was hat sich seitdem für Dich entwickelt, sowohl in der Mannschaft als auch im Umfeld des Vereins?

 

Schilamow: Zu Beginn meiner Zeit haben wir uns noch in den Kabinen am Freibad umgezogen, mittlerweile haben wir die neuen Kabinen direkt neben dem Platz bezogen. Die Mannschaft war von der ersten Saison an schon sehr intakt und die Stimmung ist einfach super. Ich denke, dass sowohl die Mannschaft, als auch der Verein auf einem guten Weg sind und immer professioneller werden.

 

DSW: Seit zwei Jahren dürfen wir beim Schauinslandreisen-Cup in Gummersbach teilnehmen. Ist die Teilnahme für Dich als Gummersbacher nicht etwas ganz Besonderes?

 

Schilamow: Der Schauinsland-Cup ist für jeden aus der Mannschaft ein tolles Event. Jeder Amateurfußballer spielt gerne auf einer so großen Bühne. Für mich ist es sehr schön, nicht nur weil meine Familie und meine Freunde beim Turnier in der Halle sind, sondern auch, weil es ganz angenehm ist, zur Abwechslung nicht 45 Minuten zu einer Einheit zu fahren.

 

DSW: Dennoch nimmst du den Aufwand für unser Projekt jetzt schon seit einigen Jahren gerne auf Dich. Erzähl uns doch abschließend bitte in Deinen Worten, warum es sich lohnt, den Siegerländer Weg zu gehen.

 

Schilamow: Gerade in den höheren Ligen wird der Zeitaufwand für den Fußball immer größer. Die berufliche Laufbahn sollte darunter aber nicht leiden. Der Siegerländer Weg bietet hier die Möglichkeit, höherklassig Fußball zu spielen und dabei trotzdem nicht die berufliche Zukunft zu vernachlässigen. Es ist daher eine einmalige Möglichkeit, um den Sport und den Beruf leistungsorientiert und zielgerichtet zu vereinen. Ich kann für mich sagen, dass ich hier bei HerkulesGroup Services beruflich sehr gefördert werde. Deshalb ist die Entscheidung für den Siegerländer Weg eine sehr kluge Entscheidung gewesen.

 

DSW: André, vielen Dank, dass Du dir die Zeit genommen hast und weiterhin alles Gute!

 

  

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