News | 21.04.2021

Niklas Knopf: Ausbildung und ambitionierter Oberliga-Fußball im Einklang

„Der Siegerländer Weg" ist das gemeinsame Projekt des 1. FC Kaan-Marienborn und namhafter Unternehmen aus Südwestfalen

1. FC Kaan-Marienborn 2007

Wie wichtig eine gute Ausbildung ist, hat Torhüter Niklas Knopf auf sportlicher Basis in der Jugend-Bundesliga beim SV Wehen Wiesbaden erfahren. Mit seinem Wechsel zum 1. FC Kaan-Marienborn und der Entscheidung für den Siegerländer Weg hat der 21-Jährige nun auch den Grundstein für eine gesicherte berufliche Zukunft gelegt.

Um gleich zwei Jahre hat Niklas Knopf seinen Vertrag im Frühjahr 2021 verlängert – zwei weitere Jahre, in denen der gebürtige Frankfurter für den Oberligisten zwischen den Pfosten steht und seine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker abschließen möchte.

Eine bessere Entscheidung hätte ich nicht treffen können.

Niklas Knopf

Dass seine Lehre bei der Entscheidung zur Vertragsverlängerung eine entscheidende Rolle gespielt hat, bekräftigte Niklas Knopf mit einem Einblick in seine Gedanken: „Man bekommt nicht oft die Möglichkeit, solch guten und gemessen an der Liga-Angehörigkeit hochklassigen Fußball zu spielen und mit einer Ausbildung zu verbinden. Ich kann meinen Traum verfolgen, muss sportlich keine Abstriche machen und baue mir gleichzeitig ein festes berufliches Standbein auf.“

Die ersten Monate seiner Ausbildung bei der Maschinenfabrik Herkules vergingen für Knopf wie im Fluge. Die gesammelten positiven Eindrücke trugen dabei schnell zu einem Wohlfühl-Klima bei: „Meine Kollegen sind wirklich super. Sie helfen mir, wo sie nur können und drücken mir auch beim Fußball die Daumen. Auch das Miteinander zwischen den Auszubildenden ist stark. Wir bringen uns gegenseitig weiter und helfen einander, die Lerninhalte zu verstehen.“

Neben dem freundlichen und hilfsbereiten Umgang schätzt er besonders auch die Rotation durch die verschiedenen Abteilungen, die den Azubis einen umfassenden ganzheitlichen Einblick in alle Tätigkeiten ermöglicht.

Auf dem Fußballplatz machte Corona einer möglichen Rotation im Tor des 1.FC Kaan-Marienborn jedoch bislang einen Strich durch die Rechnung. In den ersten sieben Saisonspielen erhielt Julian Bibleka knapp den Vorzug vor Niklas Knopf.

Wohl sichere Einsatzchancen, wie im Krombacher Kreispokal, blieben durch die Pandemie und die damit verbundene Aussetzung des Spielbetriebs bislang verwehrt – für den jungen Torhüter jedoch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken: „Natürlich möchte ich immer spielen, das ist ja selbstverständlich. Ich glaube aber, dass ich der Mannschaft mit meiner Art auch von außen in den ersten Spielen helfen konnte. Wenn es wieder losgeht, werde ich dort weitermachen, wo ich aufgehört habe und hart für meine Chance arbeiten.“

Niklas ist nah dran.

Jochen Trilling

Am nötigen Ehrgeiz, dieses Ziel zu erreichen, mangelt es dem Keeper, der sein Team oft als lautstarker Antreiber von der Seitenlinie anpeitscht, nicht. Dass diese Ambitionen nicht aus der Luft gegriffen sind, unterstrich auch Kaan-Marienborns Sportlicher Leiter Jochen Trilling im Zuge der Vertragsverlängerung: „Niklas ist nah dran.“

Eins gab der Schlussmann aber unumwunden zu. Die Corona-Zwangspause und der fehlende Wettkampf zehrte doch gelegentlich an den Nerven. Umso größer war die Freude, als zumindest das Individualtraining wieder erlaubt wurde.

Seitdem trainiert Niklas Knopf wieder im Wechsel mit Julian Bibleka und Torwarttrainer Michael Lenk auf dem Sportplatz. Kaum in Worte zu fassen waren die Glücksgefühle bei der Rückkehr auf den Kunstrasen nach monatelanger Pause: „Ich kann gar nicht beschreiben, wie gut es getan hat, wieder torwartspezifisch zu trainieren. Es hat mir enorm gefehlt, auf dem Platz zu arbeiten. Endlich haben wir wieder einen sportlichen Ausgleich nach der Arbeit.“

Auch wenn ihm das Mannschaftstraining und der humorvolle Umgang in der Kabine weiterhin fehlen, hat das Trainerteam der Kreativität freien Lauf gelassen, um die Spieler bei Laune zu halten.

Um den Wettkampfcharakter aufrechtzuhalten, werden regelmäßig Duelle in den derzeit möglichen Trainingsbetrieb integriert. Jüngstes Beispiel: Das Torwandschießen zwischen den Keepern und TW-Trainer Michael Lenk.

Hier hatte Niklas Knopf beim ersten Durchgang das Nachsehen, wie er zähneknirschend eingestand: „Mimi führt mit 1:0, aber die erste Niederlage werde ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen.“ Apropos sitzen – ganz schön strapaziert wird das Sitzfleisch dieser Tage beim Homeschooling im Rahmen der Berufsschule. Videokonferenzen prägen den Schulalltag.

Ich möchte weiterhin viel lernen.

Niklas Knopf

Wie auch beim Fußball, bringt das Coronavirus auch in der Ausbildung einige Unwägbarkeiten mit sich. Trotzdem lässt Niklas Knopf sich die Laune dadurch nicht vermiesen. Fokussiert geht er seinen Zielen nach, in der Trainingsarbeit und im Betrieb: „Ich möchte weiterhin viel lernen, neue Inhalte verinnerlichen und mich weiterentwickeln. Es ist mein klares Ziel, die Ausbildung mit guten Ergebnissen zu beenden, sodass mir danach beruflich die Türen bei der Maschinenfabrik Herkules offenstehen.“

Beruflich alle Türen zu öffnen und sportlich das Tor bestmöglich zu schließen, diesen beiden Zielen geht Niklas Knopf eifrig nach. Das eingegangene Projekt des Siegerländer Wegs bewertet er auch unter den aktuellen Gesichtspunkten der Pandemie als goldrichtig: „Eine bessere Entscheidung hätte ich nicht treffen können, auch in der aktuellen Situation. Berufliche Sicherheit und eine sportliche Perspektive kann man in dieser Kombination nicht hoch genug einschätzen.“

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