News | 25.04.2019

Toni Gänge: Ein echter Leitwolf

„Der Siegerländer Weg" ist das gemeinsame Projekt des 1. FC Kaan-Marienborn und namhafter Unternehmen aus Südwestfalen

Toni Gänge ist bei der Maschinenfabrik Herkules als Sachbearbeiter für den Verkauf von Ersatzteilen zuständig, beim 1. FC Kaan-Marienborn ist er zum Mannschaftskapitän und zur festen Größe in der Innenverteidigung gereift.

Im Jahr 2012 stieß Gänge auf den Siegerländer Weg. Der gebürtige Kyritzer (Brandenburg) war bestrebt, sich mit damals 24 Jahren neben dem Fußball noch ein zweites berufliches Standbein aufzubauen.

Nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann beim „Businesscenter für den Mittelstand GmbH – bcm“, einem Unternehmen der HerkulesGroup, sammelte Gänge noch ein Jahr im Einkauf in Burbach Berufserfahrungen, ehe er die Perspektive, die Abteilung und den Standort zu wechseln, wahrnahm.

Ich habe meine Chance sinnvoll genutzt.

Toni Gänge

Die Möglichkeit, an den Standort der Maschinenfabrik Herkules in Kaan-Marienborn zu wechseln, kam dem Abwehrspieler allein schon aus logistischen Gründen gelegen. Sowohl zum Wohnort in Siegen als auch zum Trainingsort in Kaan-Marienborn ließen sich so die Fahrtzeiten verkürzen.

Gänge ist seitdem für den Verkauf von Ersatzteilen der Walzenschleifmaschinen der HerkulesGroup verantwortlich.

Auch nach sieben Jahren in der HerkulesGroup fühlt sich Toni Gänge pudelwohl: „Es ist ein interessanter Job, der mir immer noch großen Spaß macht. Vor allem der regelmäßige Kontakt mit unseren Kunden im Ausland bereitet mir Freude. Insgesamt ist es ein abwechslungsreicher Arbeitsalltag. Ich habe meine Chance hier sinnvoll genutzt.“

Die Kollegialität ist für ihn ein ausschlaggebender Grund, warum er gerne seiner Arbeit nachgeht: „Das Betriebsklima empfinde ich nach wie vor als sehr gut. Wir Fußballer werden vielleicht am Anfang häufig etwas kritischer beäugt, aber sobald die Kollegen sehen, dass wir unseren Job zufriedenstellend erledigen, ist das überhaupt kein Thema mehr. Ich fühle mich in der Firma gut aufgehoben.“

Dass es im Büro und beim Fußball maßgeblich auf diesen guten Teamgeist ankommt, weiß der erfahrene Gänge ohnehin. Das Büro teilt er sich mit dem ehemaligen Mitspieler Michael Reed, der dem Siegerländer Weg beruflich treu geblieben ist und seit kurzem auch mit Elsamed Ramaj, der ein Praktikum bei der Maschinenfabrik Herkules absolviert und ebenfalls die Schuhe für den 1. FC Kaan-Marienborn schnürt.

„Gerade wenn man mit Menschen zusammenarbeitet, mit denen man sich versteht, ist auch außerhalb des Platzes noch ein reger Austausch möglich. Wir profitieren eher noch davon, dass wir auch bei der Arbeit und beim Fußball ein eingeschworenes Team sind“, erklärt Gänge.

Mit konstant guten Leistungen überzeugt Gänge auch auf dem Fußballplatz. Der Abwehrspieler ist zur unangefochtenen Persönlichkeit gereift, trägt die Kapitänsbinde mit Stolz und ist sich seiner Verantwortung bewusst.

Der Kapitän steht für seine Mannschaft ein. Nicht nur wenn Arbeitskollege Ramaj bei den Spielen des 1. FC Kaan-Marienborn Opfer eines Foulspiels wird, geht es Gänge gegen den Strich.

Gerade in dieser Saison ist der Führungsspieler bei den größtenteils bitteren Niederlagen auch als Mentor für die jungen Spieler gefragt: „Ich versuche natürlich, meine Erfahrung an die jüngeren Spieler weiterzugeben und den Jungs wenn nötig den Rücken zu stärken. Es ist wichtig, dass man immer die Ruhe bewahrt, gerade im Kampf gegen den Abstieg.“

An den Klassenerhalt glaubt der Spielführer weiterhin fest, betont dabei die Wichtigkeit der letzten Spiele: „Ich glaube wir haben gezeigt, dass wir sogar gegen die Top-Mannschaften der Liga konkurrenzfähig sind. Wenn wir die verbleibenden Spiele positiv gestalten, ist noch alles möglich.“

Gereift wirkt der 31-jährige, der nach dem Ablauf seines Vertrages im Sommer 2020 noch nicht tiefergehend über ein Karriereende beim 1. FC Kaan-Marienborn nachgedacht hat: „Ich bin bislang glücklicherweise von größeren Verletzungen verschont geblieben. Solange mich meine Beine noch tragen und mein Körper weiter mitmacht, kann ich mir definitiv vorstellen, noch weiterhin zu spielen.“

Dem Siegerländer Weg wird Toni Gänge aber auch nach dem hoffentlich noch fernen Karriereende weiterhin beruflich die Treue halten: „Für mich lohnt sich das Projekt weiterhin. Unser Verein hat in den letzten Jahren schon einen riesigen Schritt nach vorne gemacht und ich kann jedem jungen Fußballer, der sich ein zweites Standbein aufbauen will, um so auch mehr Sicherheit in sein Leben zu bringen, nur wärmstens empfehlen diesen Weg zu gehen. Wenn wir es weiter schaffen, junge Menschen vom Fußball und der Arbeit in unseren Partnerunternehmen zu begeistern, gewinnen beide Seiten nur.“

Wir wünschen Toni Gänge auf seinem weiteren beruflichen und sportlichen Weg alles Gute!

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