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Torben Schmidt: Beruflich auf dem goldrichtigen Weg – sportlich vor der Rückkehr

„Der Siegerländer Weg" ist das gemeinsame Projekt des 1. FC Kaan-Marienborn und namhafter Unternehmen aus Südwestfalen

1. FC Kaan-Marienborn 2007

Eine Fußballkarriere kann so schnell vorbei sein. Ein falscher Schritt, eine falsche Bewegung reicht, um selbst den durchtrainiertesten Profi mit einem dauerhaften Schaden in die Knie zu zwingen.

Dass guter Rat dann teuer ist, haben selbst Bundesliga-Profis wie Ex-Nationalspieler Thomas Häßler oder der Brasilianer Ailton leidvoll am eigenen Leib erfahren müssen. Sie hatten kein zweites berufliches Standbein: Ohne Geld und ohne berufliche Perspektive fanden sich die beiden ehemaligen Profispieler letztendlich im RTL-Dschungelcamp wieder.

Wie wichtig daher eine berufliche Absicherung schon im höherklassigen Amateurfußball ist, weiß Torben Schmidt. Vor einem guten Jahr hat der 25-jährige Siegener seine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der HerkulesGroup Services GmbH erfolgreich abgeschlossen.

Während er sich im Berufsalltag schon als fachkundiger Mitarbeiter bewiesen hat, muss er seine fußballerischen Qualitäten nach einer überstandenen Verletzung erneut unter Beweis stellen.

Als Fußballer will man einfach immer spielen. Seit ich drei Jahre alt war, wollte ich immer gegen den Ball treten.

Torben Schmidt

Eine hartnäckige Schleimbeutelentzündung in der rechten Hüfte setzte den Außenverteidiger wochenlang außer Gefecht. An das Ausüben einer sportlichen Tätigkeit, geschweige denn die Rückkehr auf den Fußballplatz, war erstmal nicht zu denken: „Ich durfte wirklich gar nichts machen, um eine erneute Reizung zu verhindern. Natürlich hatte ich viele Behandlungen, aber ich musste mich letztendlich gedulden, bis ich wieder vollkommen schmerzfrei war“, erinnert sich der gebürtige Siegener an eine für ihn leidvolle Zeit.

In ein Loch gefallen ist Torben Schmidt aber zu keinem Zeitpunkt, wenngleich er betont: „Als Fußballer will man einfach immer spielen. Seit ich drei Jahre alt war, wollte ich immer gegen den Ball treten. Natürlich ist die Zeit während der Verletzung dann sehr bescheiden, aber ich gehe immer positiv damit um, weil ich einfach weiß, dass ich zurückkommen werde.“

Vielleicht auch, weil es nicht seine erste langwierigere Verletzung war, bewahrte Schmidt die Ruhe und die nötige Geduld, blieb aber gleichzeitig ganz nah an seinem Team: „Ich kann nicht zuhause sitzen und nichts machen. Das kommt für mich einfach nicht in Frage. Ich bin ein Teil dieser Mannschaft. Deshalb habe ich versucht, ganz nah bei den Jungs zu sein.“

Nicht nur nah an der 1. Mannschaft des 1. FC Kaan-Marienborn, sondern auch ganz nah an den Kunden der HerkulesGroup orientiert sich Torben Schmidts Arbeitsalltag. Ein Jahr nach dem erfolgreichen Ende seiner Ausbildung verspürt der Industriekaufmann weiter großen Spaß bei der Arbeit im Einkauf.

Wir sind auch im Büro ein gutes Team. Ich arbeite einfach gerne mit diesen Menschen zusammen und das Einkaufen von Maschinenkomponenten ist ohnehin mein Ding. 

Torben Schmidt

In engem Kontakt mit den anderen Fachabteilungen beschafft er Komponenten für die von den Unternehmen der HerkulesGroup produzierten Werkzeugmaschinen wie Portalfräs- oder Walzenschleifmaschinen. Hier hat Torben Schmidt seinen eigenen, festen Aufgabenbereich, zu dem zum Beispiel der Einkauf von Getrieben, Kabel- und Energieführungsketten gehört.

Es ist vor allem der Ablauf während der Kaufverhandlungen, der Schmidt Vergnügen bereitet: „Es macht mir einfach Freude, um den besten Preis zu verhandeln und gleichzeitig eine hohe Qualität der Komponenten sicherzustellen. So kann ich auch für das Unternehmen noch etwas tun. Ich versuche immer, die Preis- und Lieferbedingungen noch zu verbessern. Dafür muss man natürlich während den Verhandlungen mit den Lieferanten auf der Seite stehen, auf der man verhandeln kann“, sagt er mit einem leichten Grinsen.

Doch bevor es überhaupt zu den Verhandlungen kommen kann, hat Torben Schmidt zunächst vorbereitende Aufgaben vor der Brust. Das Heraussuchen der passenden Lieferanten, der Abgleich der Technik und der Vergleich der Preise - all das gehört zu seinem mittlerweile routinierten Arbeitsablauf.

Die zuvor absolvierte erste Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker hat ihm vor allen bei technischen Fragen schon enorm weitergeholfen.

Auch bei den richtig großen Teilen und Komponenten wie Bedienbühnen und Pumpen ist sein technisches Wissen gefragt, gehören diese zu seinem Sachgebiet, wie auch  Werkzeugwechsler, -spanner und –pakete, aber auch der Arbeitsraumschutz.

Schmidt selbst ist längst ein wichtiger Teamplayer innerhalb der HerkulesGroup Services, fühlt sich angekommen und sehr wohl. Die Akzeptanz seiner Kollegen und Vorgesetzten hat er sich erarbeitet: „Am Anfang wollte und musste ich mich natürlich beweisen. Der ein oder andere denkt vielleicht, dass wir Fußballer im Unternehmen schon mal auf der faulen Haut liegen, aber wir arbeiten ebenfalls regulär unsere acht Stunden am Tag und haben die gleichen Verpflichtungen.“

Wieder neu beweisen muss sich der Abwehrspieler im Kader des FC Kaan. Nach überstandener Verletzung ist er in den Trainingsbetrieb zurückgekehrt und sieht sich selbst auf einem guten Weg: „Der Weg zurück zu alter Form ist für mich nicht mehr so weit. Ich versuche natürlich alles, um schnell wieder voll fit zu sein.“

Den bislang sehr positiven Saisonverlauf erlebte Torben Schmidt als Zuschauer hautnah mit. Die Gründe für den anhaltenden Lauf kennt er daher: „Wir sind de facto als Team noch viel enger zusammengerückt. Unter den Neuzugängen sind einfach Charaktere, die nicht nur unsere sportliche Qualität, sondern auch den Zusammenhalt gestärkt haben.“

Hätte ich erneut die Wahl, würde ich den Siegerländer Weg wieder zu 100 Prozent wählen. Es ist bislang einfach eine durchweg positive Erfahrung für mich.

Torben Schmidt

Die Erfolgsserie und die gute Stimmung, so ist sich Schmidt sicher, können mit diesem Teamgeist noch länger aufrechterhalten werden. Neben seinen Teamkollegen schätzt der ehemalige Spieler der Sportfreunde Siegen aber auch die Zusammenarbeit mit seinen Arbeitskollegen im Einkauf sehr.

Sie sind ein weiterer Grund, warum sich das Einschlagen des Siegerländer Wegs für ihn gelohnt hat: „Wir sind auch im Büro ein gutes Team. Ich arbeite einfach gerne mit diesen Menschen zusammen und das Einkaufen von Maschinenkomponenten ist ohnehin mein Ding. Hätte ich erneut die Wahl, würde ich den Siegerländer Weg wieder zu 100 Prozent wählen. Es ist bislang einfach eine durchweg positive Erfahrung für mich.“

Berufliche Zufriedenheit strahlt Torben Schmidt in jedem Fall aus. Er sieht keinen Grund für eine Veränderung seines Jobs: „Ich bin generell sehr zufrieden. Natürlich wäre ich jederzeit dafür offen, mich firmenintern noch weiterzuentwickeln. Man lernt ja nie aus.“

Das gilt natürlich auch für jeden Fußballer. Während Schmidt im Unternehmen HerkulesGroup Services aber längst angekommen ist, muss er auf dem Rasen nach seiner Verletzung erst wieder Fuß fassen.

Schnell möchte er wieder daran beteiligt sein, den weiteren Saisonverlauf mitzugestalten, denn Torben Schmidt ist davon überzeugt, dass die Saison 2017/18 noch viele weitere Erfolge bereithalten könnte: „Ich glaube, dass wir das Potential und auch die Möglichkeiten haben, uns in dieser Spitzengruppe in der Oberliga zu etablieren. Dafür müssen wir aber weiter jede Woche hart und bodenständig arbeiten.“

Auf diesem Weg wünschen wir Torben Schmidt weiterhin alles Gute!

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